Was regelt die Whistleblower-Richtlinie?

Die EU-Richtlinie sieht ein mehrstufiges Meldesystem für Hinweisgeber vor:

  • interne Meldung (Meldung über ein fir­men­in­ter­nes System),

  • externe Meldung (Meldung an die zu­stän­di­ge Behörde) und

  • Of­fen­le­gung (Meldung an die Öffentlichkeit).

Sofern Hinweisgeber die jeweiligen Vorgaben einhalten, haben sie Anspruch auf Schutz nach Maßgabe der Richtlinie. Vorzugsweise und zuerst sollte der interne Meldekanal genutzt werden. Der Schutz bleibt aber auch dann erhalten, wenn sich Hinweisgeber direkt an externe Stellen wenden. Diese zuständigen externen Stellen sind gemäß Richtlinie von den Mitgliedstaaten zu benennen. Der Hinweisgeber ist nur zur Einhaltung der o.g. Hierarchie verpflichtet.

Hand­lungs­be­darf bei vielen Unternehmen

Unternehmen, Betriebe, Institutionen und Behörden mit mehr als 50 Beschäftigten sind verpflichtet, interne Meldestellen einzurichten. Der Hinweisgeber hat die Wahl, den externen oder den internen Meldekanal zu nutzen. Weil Unternehmen ein Interesse daran haben, dass die Beschäftigten die interne Meldestelle nutzen, gilt es hierfür entsprechende Anreize zu schaffen.

Die Meldekanäle müssen eine schriftliche, mündliche oder persönliche Form ermöglichen. Jedwede Information bedarf der Dokumentation in schriftlicher Form oder durch die Erstellung von Tonaufzeichnungen. Dabei muss die stete Vertraulichkeit der Identität des Meldenden gewährleistet werden. Eine Eingangsbestätigung hat nach spätestens sieben Tagen zu erfolgen.

Interne und kostenneutrale Lösungen können gegen die EU-Whistleblower-Richtlinie verstoßen. Die Einrichtung einer internen E-Mail-Adresse oder Telefonnummer mag für eine anonyme Meldung möglich sein. Es kann aber nicht garantiert werden, dass z. B. IT-Verantwortliche in das System eingreifen, was dem Gebot der Richtlinie widerspricht. Es verbleibt daher lediglich der Einsatz von externen Beratern und Dienstleistern.

Wir helfen bei der Umsetzung.

Potentielle Hinweisgeber fürchten Nachteile wie die Gefährdung des Verhältnisses zu Kollegen:innen und Vorgesetzten oder geringere berufliche Entwicklungschancen. Kann ein Regelverstoß anonym und bei einem Dritten außerhalb des Unternehmens erfolgen, steigen die Motivation und das Vertrauen, Regelverstöße zu melden. Dies ist auch im Interesse des Unternehmen: Werden Regelverstöße nicht gemeldet, kann dies geschäftsschädigende Auswirkungen haben und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Im Worst Case entstehen finanzielle Schäden, Reputationsverlust und sogar Umsatzeinbußen.

Wir von der AdOrga Solutions GmbH setzen auf Prävention statt Reaktion: Rechtzeitige Hinweise helfen, Maßnahmen zur Schadensbegrenzung zu ergreifen und Prozesse und Strukturen in Ihrem Unternehmen zu optimieren. Wir sichern einem Hinweisgebersystem Datenschutz, Datensicherheit und Anonymitätssicherheit zu.

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